Koronare Herzkrankheit

Die koronare Herzkrankheit, auch ischämische Herzkrankheit, wird durch Arteriosklerose (umgangssprachlich Arterienverkalkung) hervorgerufen und ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße. Dabei kommt es zu Ablagerungen in den Gefäßwänden, die zu einer Versteifung dieser sowie zu einer Verminderung des Gefäßquerschnittes bis zur vollständigen Verstopfung führen können. Die Folge ist eine Beeinträchtigung der Durchblutung und damit eine verminderte Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur. 

Ballondilatation und Stentversorgung

Mittlerweile ist es Standard, Verengungen der Herzkranzgefäße mit Ballondilatation und Stents zu versorgen. In der Regel werden Stents, die Medikamente freisetzen, sogenannte Drug-Eluting-Stents, verwendet. Diese erfordern eine komplexe Behandlung mit Thrombozytenhemmern. Besteht eine Blutungsneigung, die einer lang dauernden Behandlung mit Thrombozytenhemmern entgegen steht, verwenden wir nicht-beschichtete Stents. Seit dem Jahr 2013 arbeiten wir auch mit selbstauflösenden Stents. Diese Stents sind jedoch noch wenig flexibel und können nur bei Vorhandensein von geeigneten Koronarbefunden implantiert werden. Bei sehr verkalkten Stenosen wenden wir die Rotablation an. Hier wird mit einem Bohrkopf ein Kanal in das verkalkte Gefäß gebohrt, damit die Voraussetzungen für eine Stentimplanation geschaffen werden. Ist das Ausmaß der Gefäßverengung in der Koronarangiographie nicht eindeutig, messen wir die Druckdifferenz vor und hinter der Verengung im Kranzgefäß (FFR: FractionalFlow Reserve). Alternativ untersuchen wir die Struktur der Gefäßwände mit intravaskulärem Ultraschall (IVUS). Sämtliche Eingriffe werden auf hochmodernen 2-Ebenenanlagen der Firma Siemens durchgeführt, um Kontrastmittel zu sparen. Besonders bei Diabetikern schädigt eine zu hohe Menge an Kontrastmittel die Nieren. Auf den großen Monitoren, den sogenannten "Large Displays"  können die behandelnden Ärzten auch die kleinsten Details erkennen. 

Erfahrenes Team 24 Stunden am Tag im Einsatz

Zur Behandlung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom bzw. akutem Herzinfarkt steht 24 Stunden am Tag ein erfahrenes Team bereit, damit in kürzester Zeit das verschlossene Herzkranzgefäß wieder eröffnet werden kann. Karlsburg gibt einen Überblick über die "Door to balloon - Zeiten" - den Zeiten vom Eintreffen ins Krankenhaus bis zur Öffnung des Gefäßes. Unsere Chest Pain Unit wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert. Patienten mit kardiogenen Schock werden bereits im Herzkatheterlabor mit einer portablen Herz-Lungen-Maschine behandelt.

Hoher Qualitätsstandard - zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

Dr. Mariusz Zadura (l.) und Dr. Barnaba Hejazin, Oberärzte in der Klinik für Kardiologie, sind die Spezialisten für Koronarinterventionen.

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Klinikum Karlsburg

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