Behandlung des diabetischen Fußes

Das A und O der Therapie des diabetischen Fußes ist die interdisziplinäre Behandlung. Dies ist in Karlsburg vorbildlich gewährleistet. Patienten mit diabetischem Fußsyndrom werden durch qualifizierte, erfahrene Fachärzte der verschiedenen Disziplinen (Angiologen, Diabetologen, Gefäßchirurgen und Radiologen), speziell ausgebildete Krankenschwestern, einer Podologin sowie einem orthopädischen Schuhmacher optimal behandelt und betreut. Die Spezialisten kommen zum Patienten, es muss nicht der Patient zu den einzelnen Spezialisten transportiert werden.
Die Ersttherapie des diabetischen Fußes besteht aus folgenden Komponenten:
  • Chirurgische Säuberung der Wunde
  • Feuchter Verband
  • Antibiotische Therapie bei Vorliegen einer Infektion
  • Entlastung des Fußes (initial Bettruhe)
In einem zweiten Schritt muss geklärt werden, ob eine Durchblutungsstörung vorliegt. Falls dies der Fall ist, muss geklärt werden, ob eine interventionelle oder chirurgische Rekanalisation möglich ist. Im weiteren Verlauf muss die Wunde regelmäßig chirurgisch gesäubert werden.
 

Diabetes-Innovationszentrum wurde eröffnet

In dem neuen Diabetes-Innovationszentrum werden ab März 2016  Patienten mit chronischen Wunden und Infektionen behandelt. Die Infektionen sind häufig Folge einer Diabeteserkrankung und verlangen eine komplexe und aufwändige Therapie. Bei Aufnahme der Patienten in die Klinik wird bereits per Screening abgeklärt, ob MRSA-Keime vorhanden sind. Patienten mit entsprechender Keimbelastung können dann in Einzelzimmern untergebracht werden. Es gibt Schleusen und ein separates Schwesternteam zur Behandlung. Das Diabetes-Innovationszentrum bietet räumlich beste Voraussetzungen für modernstes Hygienemanagement, wie es in Deutschland seinesgleichen sucht.
Der Multifunktionsbau mit insgesamt 2000 Quadratmetern besitzt im Basisgeschoss einen septischen OP-Saal, Labore sowie Seminar- und Arbeitsräume für Wissenschaftler und Studenten. Im Obergeschoss befindet sich der Klinikbereich mit 24 Betten. Das neue Zentrum eröffnet Wissenschaftlern und Medizinern die Möglichkeit, gemeinsam an neuen Therapieansätzen zu arbeiten, um die schweren Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus besser in den Griff zu bekommen.  Beispielsweise gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Greifswalder Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V., um die Plasmamedizin in die Behandlung zu integrieren und eine beschleunigte Wundheilung zu ermöglichen. Als wissenschaftliche Partner fungiert auch das Institut für Diabetes "Gerhardt Katsch".