Herzspezialisten informierten 

Am Samstag (30.11. 2019) informierten sich rund 60 Gäste im Klinikum Karlsburg über den Plötzlichen Herztod. Nur etwa 8 bis 10 Prozent der Menschen, die in Deutschland einen Herz-Kreislaufstillstand erleiden, überleben diesen. Schnelle Hilfe ist lebensnotwendig. Oberarzt Dr. Dirk Menzel, Oberarzt Peter Szigat und Funktionsoberärztin Dr. Dannika Städing von der Klinik für Kardiologie gingen ausführlich auf den Plötzlichen Herztod ein, der zumeist durch Kammerflimmern verursacht ist.Jana Brehmer (41) aus Greifswald überlebte so einen Herz-Kreislaufstillstand. „Vor drei Jahren bei der Arbeit als Bauzeichnerin hat plötzliches Kammerflimmern mein Herz aus dem Takt gebracht. Meine Kollegen reagierten mit sofortiger Herzdruckmassage und ermöglichten es so den Notärzten, mein Leben zu retten. Im Klinikum Karlsburg wurde mir ein Defibrillator implantiert. An den Herzmedizin-Vorträgen interessieren mich vor allem die neuesten Erkenntnisse zu dem Thema. Eines habe ich vorher schon gelernt, mich weniger Stress auszusetzen und mir nicht zu viel zu Herzen zu nehmen.“Unter den Teilnehmern in Karlsburg war auch Nicole Rychlik (39) aus Anklam. „Ich bin zum ersten Mal bei so einer Vortragsveranstaltung. Die Informationen helfen, mit dem eigenen Schicksal umzugehen. Bei mir ist im Frühjahr dieses Jahres ein lebensbedrohlicher Gefäßverschluss diagnostiziert und daraufhin im Klinikum Karlsburg ein Stent gesetzt worden. Mit dem Hashtag No Drama möchte ich anderen Menschen signalisieren, es kann jeden betreffen, aber bei dem modernen Stand der Medizintechnik müssen Herzprobleme auch nicht unnötig dramatisiert werden.“Aus Eggesin kam das Ehepaar Hanna (79) und Wolfgang (83) Schmidt nach Karlsburg. „Als ehemalige Krankenschwester-Ausbilderin habe ich ein besonders waches Auge auf meinen Mann, der seit 20 Jahren mit der Diagnose Vorhofflimmern lebt. Bei Vorträgen zur Herzmedizin informieren wir uns über neue Entwicklungen zum Beispiel bei Medikamenten und wie wir uns in einem Notfall am besten verhalten. Mit gesunder Ernährung und viel Bewegung versuchen wir diesem natürlich vorzubeugen.“Zum Ende der Veranstaltung zeigte das geschulte Team der Intensivstation an einem Trainingsdummy, wie die Reanimation im Notfall zu erfolgen hat. Einige der Zuhörer nutzten die Chance, sich unter Anleitung die Technik anzueignen.